Somatic Experiencing (SE) – Coaching mit Embodiment in Münster

Stellen Sie sich vor, Sie können:

  • bei Stress und Konflikten gelassener bleiben, 
  • mehr Ruhe in alte Reiz-Themen bringen,
  • körperlich besser spüren, was Sie bewegt,
  • leichter entspannen & sich regulieren,
  • starke Gefühle gut & sicher 'halten'.

Die gute Nachricht: Es gibt Methoden, die Sie dabei unterstützen. Nicht jeder Ansatz ist für alle gut. Aber Probieren geht über Studieren. Somatic Experiencing eignet sich hierzu in Coaching, Supervision, Paartherapie und Psychotherapie.

Embodiment: Lieber gut verkörpert als verkopft?

Körper, Geist und Gefühle gehören zusammen: Was wir denken, das beeinflusst, wie wir fühlen – und umgekehrt. Und was wir denken oder fühlen, das wirkt sich körperlich aus. Es zeigt sich im Körper, wir 'verkörpern' es: Unsere Gedanken und Gefühle wirken auf unsere Anspannung, Atmung, Herzfrequenz, Hormone, Hautwiderstand, … – und umgekehrt. Diese Wechselwirkungen, das sogenannte ‚Embodiment‘ (Verkörperung) sind nicht nur in der Kognitionsforschung ein aktuelles Thema.

Was liegt also näher, als den Körper auch im Coaching mitreden zu lassen? Hierzu nutze ich in meiner Praxis in Münster und beim OnlineCoaching den Ansatz des Somatic Experiencing .

Somatic Experiencing: Das Körper-Wissen im Coaching nutzen

Für einige Menschen ist Veränderung leicht. Sie verstehen etwas, setzen sich ein Ziel und dies dann blitzschnell um. Aber manchmal klappt das einfach nicht. Manche Veränderung will einfach nicht gelingen, belastet uns, erschwert Alltag und Beziehungen – z. B. wenn bestimmte Themen immer wieder starke Wut, Angst, Vermeidung oder Ohnmacht in uns auslösen. Mal kennen wir die Ursache, mal bleibt sie uns ein Rätsel. Mit klugen Ideen ist solchen Reaktionen oft nicht beizukommen. Da mehr vom Gleichen selten hilft, ist ein Methoden-Wechsel dann vielleicht die bessere Wahl. Auch ein Coaching kann einfach zu verkopft sein, und nicht jedes Thema braucht gleich eine Therapie.

SE-Coaching in Münster & online: Dem Körper folgen

Im Somatic Experiencing in Münster nähern wir uns neuen Lösungen nicht nur, aber auch über die Körperwahrnehmung. Im SE-Coaching nehmen wir uns Zeit, um nachzuspüren, was der Körper uns mitteilt. Wir folgen den Impulsen des Körpers, verlangsamen und erkunden sie. In dieser Zeitlupe erkennen wir, dass hinter manch belanglos wirkender Geste eine überraschend starke Aussage steckt. Wer die Sprache seines Körpers lernt entdeckt, dass dieser viel öfter mitredet, als uns im Alltag bewusst ist. 

Warum Somatic Experiencing? – Lösung ermöglichen.

Im Somatic Experiencing verbinden wir die Bedeutung von Gefühlen, inneren Bildern, Gedanken, Bewegungen und Körper-Sensationen. Neue neuronale Verknüpfungen können entstehen. So kommen wir verborgenen Zusammenhängen auf die Spur, gehen Mustern auf den Grund. Die neuen (oder einfach verstärkten) Verbindungen können uns zu neuen Lösungen führen, die zuvor häufig unmöglich erschienen.

Durch Somatic Experiencing können wir unsere Fähigkeit fördern, auch bei Reiz-Themen gelassener zu bleiben, uns zu regulieren und auch schwierige Gefühle wie Wut, Trauer und Ärger besser zu 'halten'. Das Nervensystem wird gestärkt und kann nun seine natürliche Flexibilität zurück gewinnen.

SE ist übrigens sehr gut mit dem hypnosystemischen Ansatz und sogenannten 'Klopftechniken' (z.B. PEP) kombinierbar.

Coaching mit Somatic Experiencing: Mit Sicherheit für Ihre Stärke

Mit Somatic Experiencing sorgen wir dafür, dass Sie im Coaching stets festen Boden unter den Füßen haben. Dazu behalten wir im Blick, welche Ressourcen Sie auf Ihrem Weg begleiten. Jede Herausforderung portionieren wir im Coaching so, dass sie für Sie gut verträglich und tragbar ist. Wir verknüpfen sie mit dem, was Sie in Ihrem Leben stärkt, und ermöglichen Lösungen eher sanft als fordernd. Im Somatic Experiencing können Sie erleben, dass Veränderung oft umso leichter geht, je mehr wir Ihre Grenzen und Bedürfnisse achten. Wenn SE die richtige Methode für Sie ist, kann manchmal sogar ein Dauer-Thema nach Jahren endlich zur Ruhe kommen.

Somatic Experiencing stärkt unseren Spür-Sinn

Indem wir Somatic Experiencing anwenden, verfeinert sich die somatische Wahrnehmung im Laufe der Zeit. Denn wie bei allen Tätigkeiten verstärken sich auch die neuronalen Muster, die für unsere Körperwahrnehmung zuständig sind, (erst) durch die regelmäßige Übung. 

Im Alltag nehmen wir die Signale unseres Körpers oft zunächst nicht wahr. Alles fühlt sich 'normal' an, weil wir eben daran gewöhnt sind, wie  es ist. Sogar starke Anspannungen können wir dann vermeintlich 'ganz entspannt' erleben.

Kann es anfangs schwierig sein, die körperlichen Sensationen im Detail zu spüren, so werden unsere Sinne hierfür im SE nach und nach gestärkt. Sie stehen uns dann auch im Alltag stets mehr zur Verfügung: Wir werden achtsamer für die Signale unseres Körpers und können ständige Wiederholungen von sehr negativen Empfindungen, Handlungs- und Denkmustern so früh wie möglich unterbrechen..

Der Ursprung von Somatic Experiencing

Somatic Experiencing (SE) ist ursprünglich zur Lösung von Traumata gedacht. Entwickelt wurde dieser körperorientierte Ansatz ab den 1970er Jahren von dem US-amerikanischen Biophysiker und Psychologen Peter Levine.

Was ist ein Trauma?

Die Grundlage: Traumatische Erfahrungen bedrohen uns existentiell und überfordern unser Gehirn, so dass es diese Erfahrungen nicht verarbeiten kann. Dennoch hinterlassen sie unverbundene, da nicht integrierte Erinnerungsspuren als neuronale Muster; z. B. zu einzelnen Aspekten der traumatischen Situation wie Orten, Gefühlen, Gerüchen, Geräuschen, Blicken, Bewegungen etc. Werden diese Muster in späteren Situationen getriggert, so wird die alte traumatische ‚Ladung‘ aktiviert. Hören wir also z. B. Geräusche, die zur Trauma-Situation gehörten, kann augenblicklich das Gefühl von damals: die große Angst, Hilflosigkeit, Starre oder Wut aktiviert werden. Es ist, als würde das Schreckliche in diesem Augenblick passieren, als sei gerade jetzt unser Leben bedroht. Schaut uns z. B. in harmlosen Situationen jemand so an wie damals der Täter, scheinen wir urplötzlich wieder in größter Gefahr zu sein, etc. Das neuronale Trauma-Netzwerk springt an. In unserem Gehirn geschieht es JETZT.

SE: Sicherheit für das Autonome Nervensystem

Im Somatic Experiencing liegt der Fokus auf dem Autonomen Nervensystem. Also gilt es im SE, die nach Levine beim Trauma „im Nervensystem gebundene Überlebensenergie“ (bzw. die zellulär gespeicherte Information darüber, D. W.), schonend zu entladen. Gearbeitet wird dabei sehr behutsam und ‚titriert‘, also mit starker Verlangsamung und der akzeptierenden Beobachtung unserer Körperempfindungen. In kleinen, teils winzigen Portiönchen wird das Trauma „neu verhandelt“ (bzw. neuronal prozessiert) und integriert.

Grenzen im Somatic Experiencing

Höchste Priorität haben dabei die Grenzen der Klient:innen, ihr Gefühl von Sicherheit und daher die respektvolle und achtsame Haltung der Therapeut:innen. Die Auseinandersetzung mit dem ursprünglichen traumatischen Erlebnis findet nur im jeweiligen "Resilienzbereich" der Klient:innen statt, also soweit dies für sie gut tolerierbar ist. Auf diese Weise soll zugleich das individuelle Toleranzfenster nach und nach vergrößert und die Trauma-Verarbeitung  dank der sanften, schrittweisen Methodik des Somatic Experiencing nicht als überwältigend erlebt werden.

Falls Sie mehr über SE erfahren wollen:

Wenn das Leben zu viel fordert

Funktioniert unser Nervensystem gut, so können wir Stress und Aufregung, Wut, Ängste und weitere ‚schwierige' Emotionen gut bewältigen. Ist diese Fähigkeit jedoch beeinträchtigt, wird es schwerer, uns wieder zu erholen. Wir fahren dann schnell aus der Haut oder andere Abwehrmechanismen hoch. Vielleicht sind wir oft gereizt, ängstlich oder depressiv, werden sehr misstrauisch oder kämpferisch, verwechseln freundliche Menschen mit früheren Übeltätern, schotten uns ab, entwickeln Schlafstörungen oder körperliche Beschwerden.

Was dann fehlt, ist ein Grundgefühl von Sicherheit, die Überzeugung "Ja, ich kann das!", die Möglichkeit, uns bei Bedarf selbst zu beruhigen oder aktiv zu werden und oft auch sichere Beziehungen.

Körperorientiertes Coaching: Starke Gefühle & bessere Nerven

Im SE-Coaching nutzen wir viele Techniken, die sich auch in anderen, vor allem körperorientierten Methoden bewährt haben (Gewahrsein/Achtsamkeit, Atem, Focusing, ...). Typisch für Somatic Experiencing ist das behutsame Vorgehen und der starke Blick aufs Autonome Nervensystem (ANS) und damit auf neurobiologische Aspekte psychischer Prozesse.

Reine Nervensache?

Mit seinen Ästen des aktivierenden Sympathikus und des beruhigenden Parasympathikus pendelt ein gesundes ANS alltäglich zwischen Stress und Erholung, Anspannung und Entspannung, Verunsicherung und Sicherheit. So reguliert es sich kontinuierlich selbst: Mit jeder kleinen oder größeren Aufregung oder Anspannung und der anschließenden Beruhigung trainieren wir unser Nervensystem. – Auch mit Freund:innen in Sicherheit genossene Krimis oder Achterbahnfahrten können dieses gesunde Wechselspiel des ANS stärken.

Zu viel Stress – zu wenig Sicherheit

Wer als Kind dank guter Co-Regulation durch Eltern oder andere Menschen schon früh eine gute Selbstregulation lernen durfte, verträgt i. d. R. mehr Belastungen, als Menschen, denen diese Gabe nicht ‚in die Wiege gelegt wurde‘. Die erste neurobiologische Basis dafür entsteht bereits im Mutterleib. Werden Belastungen jedoch für uns individuell zu viel, zu lange oder zu plötzlich, kann die Selbstregulation scheitern. 

Lebensereignisse, die uns psychisch überfordern, können der Selbstregulation auch längerfristig schaden. Dazu gehören Krankheit oder Kündigung, Mobbing oder massive Konflikte, wirtschaftliche oder Wohnungssorgen, Trennungen oder der Tod geliebter Menschen, oder einfach: von allem etwas, aber insgesamt zu viel. Oft können wir viele Belastungen kompensieren, ihre Bewältigung stärkt uns dann wiederum. Doch auch hier gibt es Kipp-Punkte. Reiht sich ein Schicksalsschlag unreguliert an den anderen, können die Folgen besonders tiefgreifend sein. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig Unterstützung zu gönnen.

Wenn die Pandemie 'nervt' ...

Auch die Corona-Wellen bedeuten für unser Nervensystem in mehrfacher Hinsicht 'Gefahr'. Zugleich fehlen nun oft die vertrauten Möglichkeiten, gut für uns und unser Nervensystem zu sorgen. Ob Sport, Geselligkeit, Freude, ökonomische Sicherheit, menschliche Nähe – vieles, was in 'normalen' Zeiten der Selbstregulation dient, war/ist nur begrenzt möglich, gefährdet oder sogar gefährlich. Das Autonome Nervensystem bleibt daher eher auf der Hut oder im ohnmächtig-machtlosen Modus.

Hilfe zur Selbsthilfe für Psyche und ANS

Nach starken oder chronischen Überforderungen kann das ANS im Gefahrenmodus feststecken. Wir scheinen dann ständig in 'Hab-Acht!'-Stellung zu sein, kämpfen oder fliehen zu müssen (fight or flight). Fühlen wir uns ohnmächtig oder ausgeliefert, so dass Kampf und Flucht unmöglich erscheinen, zeigen wir vielleicht eine Art 'Totstellreflex' (freeze): Wir fühlen uns dann depressiv, schlaff, kraftlos – im Extremfall dissoziieren wir sogar. Oft ist uns der Stress ins Gesicht geschrieben und beeinträchtigt zudem unsere Möglichkeiten, Beziehungen positiv zu gestalten.

Im SE-Coaching geht es in allen drei Fällen (Fight, Flight, Freeze) darum, dem Autonomen Nervensystem wieder zu seiner natürlichen Selbstregulation zu verhelfen und unsere Kontaktfähigkeiten, das sogenannte 'Social Engagement System' wieder zu stärken.

Somatic Experiencing Coaching in Münster

Suchen Sie ein Coaching in Münster, das die Vorteile des Somatic Experiencing nutzt, um Sie bei der Lösung von Stress- und Reiz-Themen zu unterstützen? Dann freue ich mich über Ihren Anruf.

Somatic Experiencing: Körperorientertes Coaching online?

Auch beim Telefon- und OnlineCoaching mache ich erstaunlich positive Erfahrungen mit den körperorienterten Techniken des Somatic Experiencing. Wenn Münster also zu weit weg ist, oder Sie aus anderen Gründen ein Tele-Coaching bevorzugen, ist auch das eine gute Option.